Was passiert bei einem Brandschaden am Gebäude?
Ein Brand richtet an Gebäuden Schäden an, die weit über das hinausgehen, was mit bloßem Auge sichtbar ist. Was man sieht, sind verkohlte Oberflächen, verrußte Wände und zerstörte Einrichtung. Was man nicht sieht, ist oft schlimmer: geschwächte Tragwerke, durch Hitze veränderte Baustoffe und freigesetzte Schadstoffe, die das Gebäude unbewohnbar machen können.
Beton verliert bei Temperaturen über 300 °C seine Festigkeit — es kommt zu Abplatzungen und inneren Rissen, die von außen kaum sichtbar sind. Stahlträger verlieren ab 500 °C ihre Tragfähigkeit und können sich dauerhaft verformen. Holzkonstruktionen verbrennen von außen nach innen, wobei der verkohlte Bereich als Isolierung wirkt — der entscheidende Parameter ist der Restquerschnitt, der die verbleibende Tragfähigkeit bestimmt.
Hinzu kommen Schadstoffe, die bei einem Brand freigesetzt werden: PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) aus verbranntem Holz und Kunststoff, Dioxine aus PVC-haltigen Materialien und Asbest, das in Altbauten durch die Hitzeeinwirkung aus gebundener Form freigesetzt werden kann. Diese Stoffe kontaminieren Bauteile, Putz und Estrich und müssen vor einer Sanierung fachgerecht entfernt werden.
Als DEKRA-geprüfter Bausachverständiger bewertet Jörg Aichinger Brandschäden für Ebermannstadt und ganz Nordbayern. Das Gutachten klärt drei zentrale Fragen: Wie groß ist der Schaden tatsächlich? (Schadensumfang), Ist das Gebäude noch standsicher? (Tragwerksbewertung) und Sanierung oder Abriss — was ist wirtschaftlich? (Sanierungsfähigkeit).
Was ein Bausachverständiger bei Brandschäden untersucht
Die Begutachtung eines Brandschadens unterscheidet sich grundlegend von anderen Bauschadenbewertungen. Der Brand verändert die Eigenschaften nahezu aller Baustoffe — und diese Veränderungen sind oft nicht sichtbar. Die folgenden Untersuchungsbereiche sind bei jedem Brandschaden relevant:
Schadensumfang dokumentieren
Systematische Erfassung aller brandgeschädigten Bauteile: Tragwerk, Fassade, Dach, Innenwände, Decken, Böden, Installationen. Jedes Bauteil wird einzeln bewertet und in einer Fotodokumentation festgehalten.
Standsicherheit beurteilen
Beurteilung der Tragfähigkeit nach Brandeinwirkung. Beton: Abplatzungen und Tiefenrisse prüfen. Stahl: Verformungen und Festigkeitsverlust bewerten. Holz: Restquerschnitt messen und Tragfähigkeit berechnen.
Brandreste und Schadstoffe identifizieren
Identifikation freigesetzter Schadstoffe: PAK aus verbranntem Holz und Kunststoff, Dioxine aus PVC-Materialien, durch Hitze freigesetztes Asbest in Altbauten. Bewertung der Kontamination und Empfehlung zur fachgerechten Entsorgung.
Versicherungsgutachten erstellen
Ermittlung der Schadenshöhe für die Versicherungsregulierung: Zeitwert der zerstörten Bauteile, Wiederherstellungskosten, Abbruch- und Entsorgungskosten. Das Gutachten dient als Verhandlungsgrundlage mit der Versicherung.
Sanierungsfähigkeit bewerten
Die zentrale Frage nach einem Brand: Lohnt sich die Sanierung oder ist ein Abriss wirtschaftlicher? Bewertung der verbleibenden Gebäudesubstanz, Berechnung der Sanierungskosten und Vergleich mit den Neubaukosten.
Sanierungskonzept und Kostenrahmen
Bei sanierungsfähigen Gebäuden: Erstellung eines Sanierungskonzepts mit Maßnahmenplan, Schadstoffsanierung, Tragwerksinstandsetzung und realistischem Kostenrahmen als Planungsgrundlage.
Ablauf der Brandschadenbegutachtung
Die Begutachtung eines Brandschadens erfordert ein systematisches Vorgehen. Die Reihenfolge ist entscheidend — erst muss die Sicherheit geklärt sein, bevor der Schaden im Detail bewertet werden kann:
Wann brauchen Sie ein Brandschaden Gutachten?
Nach einem Brand — egal ob Küchenbrand, Dachstuhlbrand oder Kellerbrand — stehen Eigentümer vor Entscheidungen, die ohne fachliche Grundlage kaum zu treffen sind. Ein Brandschaden Gutachten ist in folgenden Situationen unverzichtbar:
- Versicherungsregulierung: Die Versicherung beauftragt häufig einen eigenen Gutachter, der im Interesse der Versicherung bewertet. Ein unabhängiges Gegengutachten stellt sicher, dass der tatsächliche Schadensumfang vollständig erfasst wird — nicht nur der offensichtliche.
- Standsicherheit nach dem Brand: Darf das Gebäude betreten werden? Sind Decken und Wände noch tragfähig? Diese Fragen muss ein Sachverständiger beantworten — nicht der Eigentümer und nicht der Handwerker.
- Sanierung oder Abriss: Ab welchem Schadensgrad lohnt sich die Sanierung nicht mehr? Diese Entscheidung erfordert eine fundierte Gegenüberstellung von Sanierungskosten und Neubaukosten — unter Berücksichtigung der Schadstoffbelastung.
- Schadstoffbelastung: Durch einen Brand werden Schadstoffe freigesetzt, die in Putz, Estrich und Mauerwerk eindringen. Ohne Schadstoffbewertung riskieren Sie, dass kontaminierte Bauteile übersaniert werden — mit Folgen für die Gesundheit der Bewohner.
- Haftungs- und Schuldfragen: Wer hat den Brand verursacht? War die Elektroinstallation mangelhaft? Hat der Vermieter seine Pflichten verletzt? Ein gerichtsfestes Gutachten dokumentiert die Schadensursache und ordnet die Verantwortlichkeit zu.
Brandschäden für Ebermannstadt und Nordbayern
In Ebermannstadt und Nordbayern ist der Gebäudebestand sehr heterogen — und das beeinflusst die Auswirkungen eines Brandes erheblich. In der Altstadt und in St. Georgen finden sich historische Gebäude mit Holzbalkendecken und Fachwerkwänden, die im Brandfall besonders gefährdet sind. Hier breitet sich das Feuer schneller aus und die Tragwerksbewertung erfordert spezielle Kenntnis historischer Bauweisen.
In den Nachkriegssiedlungen — etwa in Birken und im Kreuz — dominieren gemischte Konstruktionen aus Mauerwerk und Betondecken. Hier liegt die Herausforderung oft in der Bewertung von Betonbauteilen nach Hitzeeinwirkung: Abplatzungen an der Oberfläche können auf eine tiefgreifende Schädigung der Bewehrung hindeuten.
Auch in neueren Gebäuden — etwa in Laineck und in den Neubaugebieten — können Brände erhebliche Schadstoffbelastungen verursachen. Moderne Dämmstoffe, Kunststofffenster und PVC-Bodenbeläge setzen bei einem Brand giftige Verbrennungsprodukte frei, die das gesamte Gebäude kontaminieren können.
Unser Büro mit Sitz für Ebermannstadt kennt die lokalen Bauweisen und die typischen Konstruktionen jeder Baualtersklasse. Diese Ortskenntnis fließt in jede Brandschadenbewertung ein. Unser Einzugsgebiet umfasst neben Ebermannstadt auch Bindlach, Eckersdorf, Mistelbach, Pegnitz, Creußen, Hollfeld und das gesamte oberfränkische Umland.
★★★★★
„Nach dem Dachstuhlbrand waren wir ratlos — die Versicherung wollte nur einen Teilschaden anerkennen. Herr Aichinger hat die Schäden an der Tragkonstruktion und die Schadstoffbelastung dokumentiert, die der Versicherungsgutachter übersehen hatte. Am Ende wurde der volle Schaden reguliert. Aufräumarbeiten, eigenmächtige Abrissmaßnahmen oder das Entfernen von Brandschutt können die Versicherungsregulierung gefährden und Beweismittel vernichten. Kontaktieren Sie zuerst einen Sachverständigen — die Dokumentation ist die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen. Jetzt Termin vereinbaren
Was kostet ein Brandschaden Gutachten?
Die Kosten für ein Brandschaden Gutachten richten sich nach dem Schadensumfang, der Gebäudegröße und dem erforderlichen Untersuchungsaufwand. Wir arbeiten mit Festpreisgarantie: Sie wissen vorher, was Sie bezahlen — ohne versteckte Kosten, ohne Stundenabrechnungen, ohne Überraschungen.
Für ein Brandschaden Gutachten beginnen die Kosten ab . Bei größeren Brandschäden mit umfangreicher Schadstoffanalyse, Standsicherheitsbewertung oder Sanierungskonzept erstellen wir ein individuelles Angebot. Der Kostenvoranschlag ist immer kostenlos und unverbindlich.
In vielen Fällen übernimmt die Gebäudeversicherung die Gutachterkosten als Teil der Schadensregulierung. Und selbst wenn nicht: Ein unabhängiges Gutachten rechnet sich fast immer, weil es den tatsächlichen Schadensumfang vollständig erfasst und verhindert, dass die Versicherung den Schaden zu niedrig ansetzt. Alle Preise finden Sie auf unserer Kostenseite.